wo andere vorlaut behaupten "eine band anstatt eine familie zu sein"
verstehen sich die akteure von "dada bøff komplex" vielmehr als teil eines
kollektivs, das zu den meisten auftritten in voller besetzung antanzt,
mitunter aber auch splitter- und untergruppen hinausschickt, um das
musikalische feld zwischen art-rock, freejazz, humpa und noise
abzustecken.
das dienstalte kernteam des ursprünglichen mutterschiffs "böff bölgstoff
strovanovsky" (friedl/vogtenhuber/auzinger) kämpft seit nunmehr 16 jahren
mit gitarre, bass und schlagzeug gegen die windmühlen des rock. mit der
relativ frischen aufstockung (siegel/harrer/fuchs) auf ein doppeltrio
wurde ein weiterer und wichtiger schritt hin zur improvisation
unternommen, aus der sich strukturen er-, bearbeiten und weiterentwickeln
lassen, ohne die kraft der spontaneität auszuklammern. rhytmische gebilde
werden aufgebaut, verändert und umgeformt, melodiefragmente
übereinandergelegt und verwischt, hier klar und geordnet, dort wild und
ungehobelt, hier eine strophe vom blatt, dort eine impro-explosion aus der
cobra-schatzkiste.
die zwei schlagzeuger von "dada bøff komplex" treiben die beiden gitarren
und die doppelbassgarnitur nach vorne, um im nächsten oder übernächsten
moment selbst wieder hinten in der musikalischen schlange zu stehen. so
wie sich mikro- und makrothemen wellen- und schubförmig durch das
kollektiv bewegen, so pendelt auch die virtuosität zwischen innen und
außen, zwischen finger und bauch.
edgar friedl: schlagzeug, plattenspieler
dominik harrer: schlagzeug
raimund vogtenhuber: e-gitarre
oliver siegel: e-gitarre
götz auzinger: e-bass
wolfgang fuchs: e-bass, plattenspieler